Warum es Acaluna gibt
Zwei Menschen aus der Medizin, ein Problem aus der Industrie
Acaluna wurde von Jessica Moll und Dr. Manuel Behmüller gegründet – sie medizinische Fachangestellte, er Arzt. Der Fachkräftemangel war für beide keine Schlagzeile, sondern Berufsalltag.
Im Gesundheitswesen arbeiten internationale Kolleginnen und Kollegen längst selbstverständlich Seite an Seite mit deutschen Fachkräften. Wer in einer Praxis oder auf Station arbeitet, kennt das nicht als Konzept, sondern als Normalität.
Auf Reisen und bei Hospitationen in Krankenhäusern im Ausland wiederholte sich dann immer dasselbe Gespräch. Sobald das Wort Deutschland fiel, wurden die Menschen offen und neugierig. Viele sagten: Da würden wir gerne arbeiten. Auf die Frage, warum sie es nicht längst tun, kam fast immer dieselbe Antwort – Visum, Anerkennung, Bürokratie. Zu kompliziert. Zu weit weg. Niemand, der einen dabei begleitet.
Und gleichzeitig, zurück in Deutschland, das Spiegelbild: Unternehmen, die händeringend Menschen suchen. In der Medizin ist die internationale Personalgewinnung seit Jahrzehnten eingeübt. In der Industrie dagegen kennt außerhalb Deutschlands kaum jemand die Berufe, um die es geht. Wer im Ausland weiß schon, was ein Milchtechnologe, ein Industrieisolierer oder ein Papiertechnologe macht?